Zeitzeugengespräch mit Stefan Horvath – Eindrücke der 8. Klassen
Am Montag, den 24. November 2025, fand am Gymnasium Lienz ein bewegendes Zeitzeugengespräch mit Stefan Horvath statt. Horvath, Angehöriger der Roma-Volksgruppe, wurde 1949 in einer Romasiedlung in Oberwart geboren. Seine Eltern überlebten das Vernichtungslager Auschwitz – ein Schicksal, das seine Familie nachhaltig geprägt hat. Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen hatten die Möglichkeit, dem Vortrag über die Geschichte und Gegenwart der Roma und Sinti zu lauschen, Fragen zu stellen und in einen offenen Austausch zu treten. In der anschließenden Nachbesprechung sammelten die Schüler und Schülerinnen ihre wichtigsten Eindrücke:
„Am meisten faszinierte uns die Lebenseinstellung von Stefan Horvath. Die optimistischen Gedankengänge des Zeitzeugen ließen uns über unsere Taten nachdenken.“
— Livio, Felix, Luis und Valentin (8A)
„Der Vortrag von Herrn Horvath war sehr inspirierend, da er uns viel über Vergebung und Nächstenliebe beibrachte.“
— Luna (8A)
„Uns hat der Zeitzeugenbericht sehr gut gefallen. Er war sehr interessant und spannend, weil der Bericht wie eine Geschichte aufgebaut war. Man konnte sehr gut zuhören und hat auch vieles Neues lernen.“
— Sarah, Fee, Sophie und Paula (8A)
„Der Vortrag hat uns einen guten und genauen Eindruck darüber gegeben, wie es damals für ihn war und wie er damit umgegangen ist.“
— Kiara, Laura und Fiona (8A)
„Ein Satz, der uns besonders in Erinnerung geblieben ist, ist, als sein Sohn zwei Stunden vor dem Attentat (Anm.: Attentat von Oberwart) zu Herrn Horvath sagte: ‘Du wirst erst aufwachen, wenn etwas passiert ist!’ Das waren seine letzten, warnenden Worte…“
— Naomi und Valentina (8A)
Der Vortrag hinterließ einen tiefen Eindruck und bot den Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen einen wertvollen Einblick in ein prägendes Kapitel der Zeitgeschichte sowie in die persönliche Lebensgeschichte von Stefan Horvath und setzte wichtige Impulse zu den Themen Ausgrenzung und Verfolgung. Besonders eindrucksvoll vermittelte Stefan Horvath auch, warum es wichtig ist, Erinnerungen und Geschichten weiterzugeben, damit das Geschehene nicht vergessen wird.
Ein besonderer Dank gilt Frau Mag. Alexandra Bauhofer-Stotter und Frau Mag. Petra Keiler für die Organisation sowie selbstverständlich Herrn Stefan Horvath für seinen eindrucksvollen und bewegenden Besuch!


